Freitag, 30. Dezember 2011

- XXVIII - Die Wende

Dunkel ist es, eine bedrückende Schwärze im Unbekanntem Nichts. Leise Geräusche vernimmt das Ohr, leises Gestöhne, ein monotones Piepen, das immer im selben Rhytmus erklingt. Flüsternde Stimmen hauchen undeutlich Worte, wollen erhört werden, und doch verschwinden sie immer wieder bevor man sie ergreifen kann. Kraftlos ist der Versuch Lebenszeichen von sich zu geben, der Körper dafür einfach viel zu schwach, der Geist viel zu Müde.

Hände berühren Hände, streichen über diese, drücken sie, fast schon so als wolle man Trost schenken. Immer wieder dringen Worte durch den dunklen Schleier, lebenswichtige Details oder unnötiges Gerede von irgendwelchen Personen die nicht gesehen werden können. Die Zeit ist unwichtig geworden, der Alterungsprozess hat schon vor Wochen ausgesetzt, zumindest ist diese Empfindung verschwunden. Doch zur selben Zeit wanderte die Energie, die Kraft aus dem Körper, ließ ihn geschwächt zurück.


Es gibt keine Tränen, Niemanden der am Bett des alten Herren steht, als die Raketen und das Explodieren der Feuerwerkskörper das neue Jahr ankünden. Es ist niemand da, der bettelt und bittet dem scheinbar schlafendem Mann noch eine Chance zu geben als der Knopf gedrückt wird; keiner der darum kämpft, dass Recht und Liebe über Eigennutzen und Profit obsiegt.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

- XXVII - Ungewisse Zukunft

Es sind die Karten die vor mir liegen, ungewiss und undeutbar. Sie zeigen so viele Bilder, manche verständlich, andere nicht, weil sie, je nachdem wie sie liegen, einen anderen Sinn haben. Unverständlich blicke ich in das kalte Blau vor mir, lass die fröstelnde Reaktion auf mich wirken, bevor ich den Blick wieder abwende und lieber nur den Worte lausche.

Die Welt ist im Wandel, der Mensch passt sich an und regeneriert sich, während er alles andere zerstört. Wohin er auch geht, nichts verbleibt so wie es war.
Die Träume weisen den Weg, zeigen einem den Pfad, den das Schicksal für einen ausgewählt hat. Ihn zu beschreiten ist das Ziel eines Jeden, denn er führt zur Erfüllung der Aufgabe des Lebens. 

Es ist der Wanderer, der Großes erfährt. Seine Reisen führen ihn von einem Berg zum anderen, der eine höher als der andere. Ohne Pause setzt er seinen Weg fort, ungeachtet der Anstrengungen die er bereits hinter sich ließ, ungeachtet der bezwungenen Anhöhen. Immer weiter geht es, auf der Suche nach dem Ort, der ihn ruhen lässt.
Ruhelos ist die Maske, auch wenn nichts ihr Antlitz verändert, die Perfektion der Ausdruckslosigkeit ungeachtet von allem weiter besteht.


Keine Frage verlässt meinen Mund, keine Stellungnahme. Traurige Akzeptanz erfüllt mich, während ich das kalte Blau erstaune und danke, Münzen auf den Tisch lege und mich umdrehe. Nicht viel habe ich verstanden und doch ist mir bewusst, dass die Jagd nach Antworten nur noch mehr Lücken schafft als sie zu schließen. Ich gehe, weil es das Einzige ist was ich im Moment tun kann, weil es das Einzige ist, was zu diesem Zeitpunkt richtig erscheint.


 

Samstag, 17. Dezember 2011

- XXVI - a symbol

Seit Jahrhunderten begleitet es uns, schenkt uns in den dunklen Tagen ein Licht, damit wir uns nicht verirren. Es weist uns den Weg, wenn wir uns verlaufen haben. Es ist uns ein Wärmespender in kalten Nächten, damit wir unsere Zehen wohlig strecken können.

Seit Jahrhunderten jagt es uns, verschlingt alles in seiner heißen Wut. Wir kämpfen gegen die unlöschbare Glut an, versuchen sie zu ersticken, damit wir bestehen bleiben können. Immer wieder versuchen wir die wütende Macht zu löschen, die schon so viel von uns nahm. Und doch verlieren wir den Kampf genauso oft, wie wir ihn gewinnen.


Es ist mein Symbol der Widerstandsfähigkeit, weil es so schwer zu bezwingen ist, weil es ungehindert weiter existiert, weiter lebt; weil es Kämpfe gewinnt und verliert, doch nie aufgibt und weiter macht. Es ist mein Symbol der Hoffnung, weil es mir den Weg weist, den ich schon glaubte verloren zu haben. Es führt mich immer wieder aus der dunklen Nacht hinaus, die mich zu verschlingen droht, Tag für Tag. Es ist mein Symbol der Freundschaft, weil es mir in der Einsamkeit die Wärme schenkt, die ich brauche um nicht einzugehen; mir in den langen Nächten das Durchhaltevermögen schenkt, das ich brauche um nicht Aufzugeben.

Es ist das Feuer, welches Tag für Tag meinen Körper antreibt, mir in der kältesten Nacht die benötigte Wärme spendet. Es ist die Glut, die immer bestehen bleibt und mich hällt, während alles andere zusammen zu brechen drohnt.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

- XXV - Der Fluch der Weihnacht

Während ich auf den Schnee warte, ihn wie ein Kleinkind ersehne und wie ein Erwachsener verfluche, sehe ich immer mehr Stress um mich herum, der alle Anderen ansteckt, das Verhalten auf negative Weise verändert und das Leben erschwert. Geschenke für die Lieben müssen gekauft werden, die größten Aufgaben der Arbeit im letzten Moment gemacht werden. Immer wieder stöhnt jemand, seufzt und klagt.

Es ist das Fest der Liebe, das Fest der Geburt Christi. Diesen Sinn haben wir Menschen verloren, die Liebe schon längst aus dem Herzen verbannt, weil uns beigebracht wird, dass man alles kaufen kann.

Ich bemitleide die, die auf der ewigen Suche nach einem Geschenk von einem Markt zum Anderen rennen, weil sie der Konsumfalle in die Finger laufen und ihre Liebe für ein paar Münzen verkaufen. Nichts ist Wertvoller als das Wissen, das Gefühl und das gesprochene Wort; Ich liebe dich.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

- XXIV - Von Zweifeln geplagt...

Schweigend stand ich da, während ich die Gewalt an mir vorbei ziehen sah, wärend die Gewalt um mich herum immer deutlicher wurde, immer echter. Was der Ausgangspunkt für diese war weiß ich nicht mehr, wieso sie so eskalierte interessierte mich nicht mal mehr. Ausdruckslos stand ich zwischen den Menschen, die sich gegenseitig Verletzungen zufügten, immer wieder mit Rufen anstachelten, um weiterhin diese Brutalität ausleben zu können.

Wörte können so Großartig sein, sie lösen Kriege aus, erschaffen Krater zwischen Nationen und Völkern, weil man sich unrecht behandelt fühlt, weil man denkt, etwas besseres zu sein. Worte sind so vieles und doch bleiben sie unerhört, wenn der Gegenüber sie nicht wahrnehmen will.

Ich hatte schon längst das Reden aufgegeben, weil meine Worte diesen Krieg entfacht hatten, meine Worte eine Lawine gelöst hatten, die ich nicht hatte erschaffen wollen. Durch Spott ließ ich mich treiben, ließ Worte fallen, die Welten zerissen, weil ich mich bedroht fühlte, angegriffen als neutrales Wesen. Ich habe den Krieg in mein Haus geholt und bin nicht in der Lage ihn aufzulösen.

Mittwoch, 30. November 2011

- XXIII - Meine letzten Worte für dich...

Liebe Eda.

Gerne erinnere ich mich an dich, an die Zeit in der du noch nicht kämpfen musstest. An die Zeit, in der du die Musik verkörpert und mit dieser, sowie deiner stetig guten Laune, das Leben um dich herum beeinflusst hattest; ich denke an so viele Momente des Lachens, des Singens.

Ich denke viel über den Tod nach, weil er uns immer beschäftigt und umgibt, er unser stetiger Begleiter ist, da er ohne das Leben nicht existieren würde. Aus diesem Grund würde ich niemals schreiben, dass nur die Besten jung sterben, weil sie es nicht verdient haben; du es nicht verdient hast. Warum solltest du gehen? Warum von hier verschwinden, ohne noch mehr erreicht zu haben? Dein Verschwinden hinterlässt eine Lücke, die nicht geschlossen werden kann, nicht geschlossen werden soll, weil alles nun an dir gemessen werden würde.
Du bist Unerreichbar geworden…

Die Welt hat einen Engel verloren, ein lächelndes Gesicht, das voran ging und dem Leben trotzte, Mut und Freunde spendete, obwohl das Schicksal es nicht gut meinte. Du hast gelitten, von einer Krankheit geplagt, und doch wie ein Fels in der Brandung dich nicht wegtreiben lassen, bist Dir selbst treu geblieben, als du es nicht hättest tun müssen.
Du bist zu einem Stern geworden, der strahlend am Himmelszelt über uns wacht, uns den Weg zeigt, den du gelebt hast. Von nun an werde ich, wenn ich in den Himmel schaue, dein Gesicht sehen, wie du lächelst und singst, weil es das Bild von dir ist, das ich sehen will.

Sonntag, 27. November 2011

- XXII - Selbsterkenntnis

Begeisternd wandert mein Blick von einem Bild zum anderem, von einem Gemälde zum nächsten. "Menschliche Emotionen" wird diese Austellung genannt, in der all möglichen Gesichtszüge mit ein und dem selben Model dargestellt werden, eine ganze Gesichte erzählt wird, die über Freude und Liebe zu Schmerz und Angst führt.

Nie könnte ich darüber schreiben, so dachte ich. Nie würde ein Wort das erklären können, was ich gesehen habe; Bilder beschreiben, die mit Farbe gemalt wurden, während meine Worte immer bei einer Farbe bleiben

Freitag, 25. November 2011

- XXI - Unerreichbar

"Sieh dich um, so Selbstverständlich ist alles für dich geworden, so einfach. Resignierend begreifst du dein Leben und bemerkst dabei nicht, dass du dir damit nur selber im Weg bist."

Du schimpfst, fuchtelst wild mit deinen Armen herum, während ich auf dem Stuhl sitze und dich Ausdruckslos ansehe. Es scheint fast so, als würde es mich nicht interessieren, als würde ich lächeln, weil du dir Sorgen machst. Um mich, um meine Zukunft. Um uns.

Sonntag, 20. November 2011

- XX - Prolog *

Graue Wände starren mich an, lassen mich frösteln, obwohl kein Fenster existiert; keine Lücke, die auch nur ein bisschen Leben, ein Fünkchen frischen Wind in die Kammer herein lässt. Wenn ich mich umsehe, dann erkenne ich einen alten Holztisch, dessen prachtvolle Zeit Äonen zurück liegt. Vergilbtes Papier liegt ordentlich aufeinander gestapelt vor einer halb herabgebrannten Kerze, die die einzige Lichtquelle im Raum zu sein scheint. Ordentlich, fast schon liebevoll, wurden mehrere Schreibfedern nebeneinander aufgereit, das Tintenfass mit genauer Präzision in die Mitte des Gebildes gestellt und somit ein Bild von einem Perfektionisten geschaffen, der alles in einem geordnetem System haben wollte. Etwas, was ich durchaus verstehen konnte.
Den klapprigen Stuhl, der auffordern vor dem Tisch steht, ergreife ich bedacht, ziehe ihn zurück um Platz für mich zu schaffen und setzte mich, weil der Tisch das einzige ist, was in dieser Trostlosigkeit betrachtet werden kann. Vorsichtig ergreife ich den Blätterstapel, fahre mit meiner zittrigen Hand darüber, weil ich nicht wirklich verstehe.

Wo bin ich? Was soll ich hier?

- XIX - Ein kleiner Wandel

In den nächsten Tagen, Wochen, und vielleicht auch Monaten, wird sich eine kleine Veränderung in den Texten bemerkbar machen. Wenn ich bis hierher immernoch versucht hatte etwas Psychologisch zu bleiben, was mir vermutlich mal nicht wirklich gelang und oftmals persönlicher Klang als es eigentlich war, so wird dem nun noch eine weitere Textkategorie hinzugefügt.
Ab nun werden Texte noch mit einem * im Titel bezeichnet, die nicht zu den normalen gehören, sondern einem Projekt gewidmet sind, dem ich mich schon längst hätte widmen sollen. Ich poste diese jedoch hier auf dem Blog, weil ich hoffe anregende und helfende Kritik zu bekommen.

Des weiteren habe ich meine letzten Texte den Wünschen von Leuten zu verdanken, die mir ein Thema nannten, zu dem ich dann etwas schrieb. Gerne würde ich dies auch weiterhin beibehalten und würde mich freuen, wenn kreative Vorschläge kommen könnten. Da ich selber etwas mehr Beschäftigt bin, ist es für mich entspannender, wenn mir ein Thema vorgelegt wird. Natürlich kann es sein, dass der Text dann etwas von der Vorgeschlagenen Grundidee abweicht, aber das macht dann ja meine Künstlerische Freiheit aus.

Donnerstag, 17. November 2011

- XVIII - Das Traurige an der Grenzenlosigkeit

Wie eine Statue sitze ich am Meer, starre auf das glitzernde Nass hinaus, ohne wirklich einen Punkt zu fixieren, etwas genau zu betrachten. In meinen Gedanken habe ich mich verloren, die vom Rauschen angetrieben wurden, wie kleine Steine, die schon seit Jahren einer nicht endenden Reise durch das Meer ausgesetzt waren. Das Gekreische der Möwen erklingt wie Musik in meinen Ohren, die die einschläfernde Melodie des Meeres begleitet und diesen Moment zu einem Traum verblassen lässt, der mich erfasst und nicht mehr loslassen möchte.

Die Zeit ist ein Faktor, der jeden Traum zu etwas Traurigem macht, weil alles an dieses Element gebunden ist. Jeder Herzenswunsch, der im Schlaf umgesetzt wurde, wird durch die Zeit nur noch größer, jeder Drang unaushaltbar.

Irgendwann erfülle ich mir den Traum. Irgendwann sitze ich am Meer, lausche und spiele die Gitarre, schreibe und singe.

Mittwoch, 9. November 2011

- XVII - Stumm

Ich will reden, doch kann es nicht; darf es nicht, weil mir die Sprache genommen wurde, mir die Schönheit des Klanges nicht gewährt wurde.

Mitten all den Menschen, die mich ständig auf der überfüllten Straßen streifen und schubsen kann ich nur stumm meine Hilfeschreie verklingen lassen, weil es zu laut ist, jeder redet und telefoniert; jeder ein Gespräch führt, zu dem ich nie in der Lage sein werde.

Voller Trauer stürze ich mich in die Dunkelheit, lasse die Stille zu meinem Freund werden, weil es mir so einfach am besten geht.

Montag, 7. November 2011

- XVI - Wunsch der Antwort

Schließen sich meine Augen, sinkt die Dunkelheit auf meine Iriden herab, Stille kehrt ein, weil nichts mehr aus dieser Welt, dieser Zeit, wichtig ist.

Sehnsucht erfüllt meinen Leib, während Worte ein Blatt füllen, jedes einzelne Wort zum Leben erwacht und meine Liebe zu dieser Kunst mich immer wieder erstaunt. Ich könnte weinen, lachen und mich wie ein kleinen Kind freuen, weil ich lerne, mit jedem Wort das sich von meinem Geist auf einen ewigen Untergrund abbildet, und mir somit zeigt, dass ich lebe.
Doch umso mehr ich schreibe, umso mehr ich Denke und meine Ideen verwirkliche, umso größer wird das Gefühl, dass etwas fehlt. Jedes Wort braucht einen Gegenpart, jeder Text eine Reaktion, weil das den Fortschritt antreibt.

Der Schreiber wartet, weil das sein Sinn ist, weil er auf die Nachricht wartet, die ihn wieder dazu bewegt weiter zu schreiben und somit seinen Texten einen Sinn gibt. Der Schreiber sind wir alle, weil wir alle irgendwann auf eine Antwort warten, die uns weiter bringt, die uns anstößt etwas neues zu verfassen.

Sonntag, 6. November 2011

- XV - Die Rückkehr

Irgendwann im Leben kommt der Moment, an dem die Tränen fließen, weil etwas Schönes zu einem zurück kehrt, etwas Vergessenes wiedergefunden wird. Es werden Emotionen ausgelöst, die man dachte verloren zu haben, und mit einem mal ist die Welt einen Farbton schöner als zuvor.

Worte lösen Tränen aus, die für versiegt gehalten wurden und Musik die Sehnsucht, die schon lange nicht mehr verspürt wurde.

Endlich, nach langem, durchfährt meinen Körper wieder die Inspiration, die in der letzten Zeit gefehlt hatte, die eine Leere hinterlassen hatte, weil ich mich verausgabt hatte, sie zur Neige genutzt hatte, ohne daran zu denken, dass ich sie für immer verlieren könnte.


Endlich sehe ich wieder auf, erblicke die Sterne und lächel ihnen zu, weil sie wie die Gedanken und Ideen in der kalten Nacht erstrahlen.
Bitte geht nicht...

Freitag, 4. November 2011

- XIV - Wechselnde Meinungen

Es ist die eigene Dummheit, die ich mir zuschiebe, die eigene Blindheit, etwas zu übersehen, das eigentlich wichtig für mich wäre. Viele Veränderungen wären durch die Erkenntnis und die Einsicht eingetreten, vermutlich im positivem Sinne, wenn ich nunmal nicht so wäre wie ich bin.

Immer wieder frage ich mich, warum ich sie weinen lasse; warum ich mich umdrehe und einfach gehe, obwohl ich die helfende Hand sein könnte, mit meinen Worten das wieder gerade biegen könnte, was andere versaut haben.

Manchmal frage ich mich, warum ich mich eingemischt habe, warum ich mit meinen Gedanken und Worten jemandem helfen wollte, der die Hilfe nötig hatte. 


Es ist traurig ein Engel zu sein, der nur auf der Erde verweilt um anderen die Freude zu schenken, sie Glücklich zu machen, nur um selber in den Depressionen und der Einsamkeit zu versinken.

Samstag, 22. Oktober 2011

- XIII - Pfad des Lebens

Ich wander auf dem Pfad der Vergessenheit, immer weiter dem Ende entgegen, wie es jedes Wesen tut. Ich drehe mich um, schaue zurück, um vielleicht irgendwo etwas zu erkennen, das mich auf diesem Weg begleitet, mir zur Seite steht. Nicht viel kann ich erkennen, der Nebel der Vergangenheit ist zu stark, und doch habe ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Immer wieder meine ich eine Gestalt in der rauchigen Wand zu erkennen, rufe Namen, die mir einst was bedeuteten, doch unerhört verklingt meine Stimme.
Zurück kann ich nicht, die Gewalt namens Leben hat uns diese Fähigkeit nicht gegönnt. Und doch wandern meine Gedanken zurück zu Zeiten, an denen dieser Pfad voll von Personen war, die mir beistanden und die Trostlosigkeit ausfüllten. Damals erfüllte Musik diesen Raum, eine Fülle von Wörter sammelte sich um mich herum, Worte, die niedergeschrieben werden wollten, in Form von Romanen. Doch inzwischen hat sich alles verändert.
Still ist es um mich geworden, die Musik vor Jahren verklungen, weil ich sie nicht gepflegt habe; die Freunde beim letzten Abgrund hängen geblieben, weil ich sie nicht festhalten konnte. Und auch die Worte haben mich verlassen, weil ich ihnen keine Nahrung mehr geben konnte, um weiterhin Grenzenlos für mich da zu sein.

Gerne redete ich mir zu, dass ich existiere, um die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft zu verbinden; doch nun erkenne ich, dass ich mich auf dem Weg dorthin verlaufen habe und alleine bin.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

- XII - Hass?

Immer wieder gibt es Faktoren, die das sonst so ruhige Gemüt zermürben und unter eine schwere Probe stellen, die Nerven bildlich zerreißen lassen. Selten ist es etwas Großes, denn dazu bin ich garnicht in der Lage, emotional viel zu abgekühlt. Es sind die kleinen Dinge, die mir das Gefühl von Aggressionen geben, weil meine Konzentration mit Absicht von anderen Dingen oder Personen genommen wird, obwohl ich das garnicht will, es störend ist, weil ich mich mit etwas ganz anderem beschäftige.
Wortwörtlich würde ich wohl sagen: "Ich hasse es, bei einer Beschäftigung, die ich gerade mache, gestört und genervt zu werden." Doch ist das wirklich schon Hass oder nur der Stress, dem man ungewollt ausgesetzt wird?

Sonntag, 16. Oktober 2011

- XI - Vergänglichkeit

Traurig stehe ich am Strand, starre auf das Meer, das sich Grenzenlos vor mir ausbreitet. Ernüchternd stelle ich fest, wie klein ich bin im Vergleich zum Element, wie unwichtig meine Tat ist, weil sie im Wellengang der Veränderungen verschwindet und somit im Meer der Vergessenheit landet.

Samstag, 15. Oktober 2011

- X - Ohne Worte (Teil 2)

Zu viel verlangen die Menschen von mir, vergessen, dass ich ein Schreiber bin, und nicht ein Redner, jemand der auf einem Blatt mit den Worten umgehen kann, aber in einer direkten Konfrontation nach jedem Wort suchen muss. Immer wieder kommt es vor, dass ich in die Ecke gezwängt werde, weil man etwas von mir will, das ich nicht stimmlich hervor bringen kann.

 Wie soll ich auch reden, wenn mir das Sprechen nie beigebracht wurde?

- IX - Ohne Worte (Teil 1)

Ich schreibe und schreibe, entdecke immer wieder neue Begriffe und Bezeichnungen, Metaphern und Formulierungen, die meine Texte verändern und verbessern, meinen Stil präsentieren und auszeichnen.

Ist es berechtigt zu glauben, dass ich, wenn ich so schreibe, auch so rede? Darf mein Gegenüber verlangen, dass ich genauso rede wie schreibe?

Sonntag, 9. Oktober 2011

- VIII - Krankhafte Gedanken

Wie eine Krankheit verfolgt es mich, plagt mein Gewissen, meine Gedanken, die sich um so viele Sachen drehen. Immer wieder drehe ich mich um, sehe zurück und versuche zu erahnen, ob das, was ich tat, auch richtig war, ob ich alle Fehler ausgemerzt habe, die sich hätten einschleichen können. Doch ich bin nicht Perfekt, zu schön wäre dieser Traum, diese Vorstellung.
Es schwächt mich, weil ich erkenne, wie Blind ich eigentlich bin, ignorant manchen Dingen gegenüber, die mir Vorteile bringen würden. Doch zu schwer lastet das Vergangene auf mir, hat sich wie ein Parasit in meine Seele gefressen, und beeinflusste damit mein Handeln, mein Denken.

Samstag, 8. Oktober 2011

- VII - Freundschaft

Es beginnt in frühen Jahren, umgeben von all dem Spielzeug und den ganzen Wundern der Welt, die erkundet werden wollen, in denen wir uns Freunde suchen, um unser Essen, in Form von Süßigkeiten, und den Spaß, in Form der Spielzeuge, mit anderen zu teilen. Ohne Hintergedanken reden wir miteinander, wenn wir es überhaupt schon können, und verbringen Zeit zusammen, einmal, weil wir es müssen, aber auch, weil wir es so wollen. Unbewusst freunden wir uns mit einer Person an, weil diese einfach dauerhaft mit einem etwas macht.

Es sind die Jahre, die so vieles verändern. Freunde kommen und gehen, manche bleiben ein Leben lang, andere sind nur für einen Abschnitt wichtig. Es liegt immer an uns selber, wie weit wir eine Person an uns heran lassen, damit diese bei uns bleiben kann, als Unterstützung, als Freund. Doch was wäre die Welt, wenn es so einfach wäre? Mit dem steigern der Jahre werden immer mehr Dinge wichtig, um eine Freundschaft zu erhalten. Während es in den Kinderjahren der Spaß war, der einander verband, ist es nun der Prestige, der wichtig wird. Das Ansehen, Geld und die Berühmtheit sind für viele ein Faktor geworden, der einen erst zu einem Freund macht. Falsche Freunde nennen wir sowas, weil wir, wenn einmal nichts davon mehr da ist, wieder alleine sind, ohne Freunde dastehen.
Doch es sind nicht nur die falschen Freunde, die einen alleine lassen. Irgendwann trennen sich die Wege, Freundschaften, die vorher so stark waren, stehen mit einmal unter einer schweren Probe. Die Entfernung ist zerstörend, weil eine Freundschaft auf Umgang basiert. Wäre es nicht sinnvoll, diese zu erhalten?

Freitag, 7. Oktober 2011

- VI - Die Freude des Schreibens


Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich angefangen habe ein Blatt Papier zu nehmen, um es einfach mit Wörtern zu füllen, sie zu einem Sinn zusammen zu binden, und anschließend weg zu stecken, damit ich mich später wieder daran erinnern kann. Vielleicht begann es in der Kindheit, mit dem Erlernen der Schreibkunst, dem Zeichnen dieser Symbole und Buchstaben, die zu Bildern und Geschichten geformt werden möchten. Es kann sein, dass es begann, als ich den Sinn hinter diesen Worten verstand und zwischen gut und schlecht zu unterscheiden lerne.
Egal aus welchem Grund und wie ich anfing es zu tun, ich bin dankbar dafür. Denn wie könnte man sich besser ausdrücken, als mit der Kunst ganze Bilder in Wörter zu fassen?

Donnerstag, 6. Oktober 2011

- V - Die Suche

So vieles ist auf dieser Welt versteckt, will entdeckt und erforscht werden. Wir finden Ruinen, alte Grabmäler und versunkene Städte, Legenden werden entschlüsselt und Sagen widersprochen. Immer weiter geht unser Drang, irgendetwas zu verstehen, um es später einmal nutzen zu können, natürlich nur zu unserem Wohl.

Von Klein auf sind wir Entdecker und Erforscher, kleine Indiana Jones auf einer weiten Reise durch die Wüste namens Leben. Während wir diesen Weg gehen, suchen und finden wir immer wieder neue Dinge, kombinieren und experimentieren, weil es zu unserem Sein gehört. Großes haben wir gefunden, Reichtümer von alten Königen, Stätten von vergessenen Völkern. Doch umso weiter unser Drang geht, etwas zu entdecken, umso mehr entfernen wir uns von dem, was wir einst suchten. Während jeder von uns auf der Suche nach sich selbst war, denn nicht anderes ist es ja, was wir im Laufe der Jahre tun, haben wir den eigentlichen Weg verloren. Wir haben vergessen, dass unser Ziel nicht die Welt um uns herum war, sondern das Wesen, das wir sind.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

- IV - Das Alter

Ich bewunder dich, weil du Lebst. 
So viele Jahre hast du auf dem Buckel, wirst immer schwächer und Kränker, doch du Trotz allem ohne Gnade, schenkst jeder Einschränkung in deinem Handeln nur ein kurzes Lächeln und machst einfach weiter. Fast Blind wanderst du durch die Welt, taub den Geräuschen gegenüber und oftmals zu schwach, um irgendetwas zu sagen, doch immer weiter, so als Gäbe es auf deiner Reise kein Ende.
Ich beneide dich, weil du nicht aufhörst, obwohl du es schon längst könntest.

Ich bemitleide dich, weil du Angst hast.
Die Jahre plagen dich, ein Körperteil nach dem anderen lässt dich langsam im Stich, und immer öfter höre ich dich vor Schmerzen schreien und stöhnen. Ich sehe die Angst in deinen geblendeten Augen, weil du nicht leiden willst, und am liebsten wieder jünger wärst, weil dir das Altern nicht geheuer ist.
Ich trauer um dich, weil ich dich vermissen werde.

Dienstag, 4. Oktober 2011

- III - Unbekanntes Glück

"Es ist die aufgehende Sonne, die ich betrachten will, in deren Strahlen ich mich wärmen kann, nur um irgendwann geblendet das Antlitz abwenden zu müssen.
Es ist der Regen, den ich auf meiner Haut spüren will, weil er die Niedergeschlagenheit symbolisiert, die mich immer wieder erfasst und zu Boden wirft."

Im Regen sitze ich da, bis auf die Knochen durchnässt, und sehe mir den Sonnenaufgang an, der die kalte und öde Erde mit seinen Strahlen belebt und in einem wundervollem Glanz erstrahlen lässt. Dieser Anblick lässt alles vergessen, die Sorgen, die Ängste. Alles Böse ist weit entfernt, denn die Wärme erfasst alles, was sich ihr in den Weg stellt.

Montag, 3. Oktober 2011

- II - Der Traum von der Unendlichkeit

Kalt ist es geworden; die Nächte werden länger und der klare Himmel verschwindet so langsam. Sehnsüchtig stehe ich auf der Wiese, dem Dach oder einem anderen Ort, der mir im Moment passend erscheint, während die Augen ausdruckslos auf die leuchtenden Bilder am Himmelszelt starren. Fliegen, das könnte ich jetzt gerne, dem Universum entgegen, nur damit ich spüre, wie klein ich eigentlich bin, wie unwichtig mein Handeln ist.
Doch zu begrenzt sind meine Fähigkeiten, meine Möglichkeiten, diesen Wunsch zu erfüllen. Ich als kleiner Mensch bin nicht dafür bestimmt worden, die Welt anders zu sehen, die Schönheit von etwas deutlich größerem zu erfassen. Doch vielleicht ist das auch besser so, denn wer weiß, ob ich jemals zurück kommen würde.

Sonntag, 2. Oktober 2011

- I - Nur eine Show

Lachend löse ich mich von den Schatten, betrete die Manege und sehe in eure Augen, die so Erwartungsvoll auf mich herab starren. Wie eine Krankheit werdet ihr vom Lachen angesteckt, dass dauerhaft mein Gesicht ziert, während ich vom Pferd falle, über ein Seil stolper und eine Torte ins Gesicht gedrückt bekomme.

Es ist euer Lachen, das dieses Bild so gut macht, die Täuschung perfekt werden lässt. Denn die einzigen Stimmen, die erklingen, sind die von Euch.

Donnerstag, 29. September 2011

Geboren um zu Leben...

 

Umso öfter ich darüber nachdenke, umso trauriger werde ich, denn ich bemerke, dass mir etwas fehlt. Es ist ein Teil, der vor vielen Jahren abhanden kam und so langsam immer wichtiger wird. Es ist das Vertrauen, dass ich diesen Wesen schenkte und es nun an weitere vergebe, während ich nicht einmal weiß, ob das Alte noch bestand hat. Es ist der Glaube an etwas Großartiges, was uns umgibt und die Zuversicht schenkt, den Tag mit einem Lachen zu bestreiten. Es ist das Wissen, dass alle Ängste umsonst und unnötig sind, weil wir nicht Alleine sind.

Während ich so die Menschen betrachte und ihnen helfe, wieder zurück zum Glück zu finden, vergesse ich meine eigenen Sorgen, die mich immer weiter in die Einsamkeit treiben.

Montag, 26. September 2011

Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig die Gegenwart zu genießen.

Wenn wir die Vergangenheit sein lassen, wer sind wir dann? Kommen nicht aus der Vergangenheit die Erfahrungen und Erinnerungen? Was sind wir ohne sie?
Warum sollte man keine Angst vor der Zukunft haben? Bringt sie uns immer Glück und Freude? Ist alles, was passieren wird, nur für unser Bestes? Ist also die Angst, vor etwas neuem, nicht etwas ganz normales?


Wie soll man die Gegenwart genießen, wenn man beides außer acht lässt? Wie soll man etwas schätzen, das jetzt da ist, wenn man nicht Vergleiche ziehen kann mit der Vergangenheit und den Vorstellungen der Zukunft?

Freitag, 23. September 2011

Die Zeit II

Meine Tage sind Planmäßig geworden, ein geordneter Ablauf zur Pflicht verkommen, der den Körper auf dauer stresst und erschöpft. Immer wieder sehe ich auf die Uhr, hetze von einem Termin zum anderen, während meine Gedanken schon lange nicht mehr bei der Arbeit sind.
Zum Teil bin ich froh, denn so habe ich eine geregelte Freizeit, in der ich Abwechslung finden kann. Doch war es vor Tausenden von Jahren nicht auch, zeitmäßig gesehen, besser und angenehmer? Die Arbeit begann, wenn die Sonne aufging und endete, wenn dieser verschwand. Niemand wurde von der Zeit gehetzt, Termine waren auf Tage und nicht auch Stunden begrenzt. Wollte man einer Predigt von Jesus lauschen, musste man nicht aufgrund von Zeitnot seine Arbeit liegen lassen, weil einen der Arbeitsdrang überwältigt hatte.

Was ist passiert? Warum haben wir Menschen uns so einengen lassen, dass wir abhängig von der Zeit geworden sind? Warum versuchen wir sie zu messen, nur um geplanter durch das Leben zu gehen, damit wir hinter Terminen herrennen und uns freiwillig in den Stress werfen?

Mittwoch, 21. September 2011

Die Zeit

Komm schon! dachte ich und beschleunigte wie immer meine Schritte, verkürzte die überwindbare Distanz bis zum gesetzten Ziel. Wie weit es war, wusste ich nur unterschlägig, gab es nur die Zeit in meinem Kopf, die schon längst nicht mehr aktuell war. Doch ich glaubte, dass ich mich übertreffen könnte, wieder einmal.

Die Zeit wurde im Endeffekt sehr wichtig, und das obwohl ich diese verachtete, weil einfach alles viel zu schnell ging. Ich erinnere mich an damals, wie lange ein Tag war, wie schwer es war, manche Nachmittage zu verbringen. Und nun sehe ich mich an, sehe die Zeit, wie sie vorbei gezogen ist und dabei ihre Spuren auf mir hinterlassen hat. Jedes mal erkenne ich erneut, dass ich dieses bösartige "Element", wenn man es als welches bezeichnen kann, über alles hasse.  
 Zeit heilt alle Wunden?
Worte von Hoffenden, die mich nicht interessieren. Die Zeit spielt gegen uns, egal was wir machen. Nie wird sie etwas heilen, das musste ich auf harte Art und Weise lernen.

Mittwoch, 14. September 2011

Es gibt nicht viele, die den wahren Anführer der Dämonen gesehen haben... und ich selber muss sagen, die Entdeckung ist erschreckend. Wer hätte gedacht, dass einer unserer Brüder sich gegen uns wenden könnte?
Ein ausgestoßener Engel, der sich aus Rache mit den Dämonen und dem Satan verbündet hat, um den Himmel zu stürzen...
Grausam, weil er einst unser Anführer war, derjenige der Gott am nahsten stand…
Doch weshalb wurde er zu dem, der er heute ist?
Was führte zu seiner Verbannung?
Ich kann nur Vermutungen anstellen, denn Gott braucht keinen Grund zu nennen, um jemanden aus dem Himmel zu werfen. Doch würde ein Engel nicht soviel Ehre besitzen, sich dann das Leben zu nehmen, oder zumindest sich nicht mit den Feinden einzulassen?
Also muss ja etwas geschehen sein, was dieser Engel als Fehlentscheidung ansieht...
Wie schon gesagt... man kann nur vermuten. Dennoch trauer ich meinem Bruder nach... 


Rafael

(Prolog "Tealc")

Freitag, 9. September 2011

Etwas Psychologisches...

Immer wieder gebe ich mir eine Aufgabe, eine Herausforderung. Jedes mal spüre ich, wie mir diese aus den Händen zu gleiten scheint, denn umso näher ich dem Ziel komme, umso größer und schwieriger wird das Unterfangen.
Es ist Angst, denn etwas anderes kann es aus psychologischer Sicht nicht sein. Versagensängste, dass ich nicht nur mich, sondern auch alle anderen Enttäusche. Ich will, so wie jeder Mensch, Anerkennung für meine Leistungen, auch wenn ich mich dafür kaputt mache.

Und immer weiter geht der Zerstörungswahn des Körpers, immer mehr locke ich aus diesem, der so großartig ist, dass er mich immer wieder erstaunt. Es scheint so, als hätte mein Körper garkeine Grenze, ich müsste nur lernen das Gegebene zu nutzen, mit richtigen Techniken das beste aus meinem Leib hervor zu holen.
Doch ich kenne meine Schwächen, die die Prozentzahl des Scheiterns ins Unermessliche steigern. Denn immer wieder stürze ich mich unvorbereitet in den Kampf, lasse es jedes mal wieder darauf ankommen, dass mein Körper zugrunde geht und dabei mein restliches Selbstwertgefühl mit in die Hölle des Versagens zieht.

Samstag, 3. September 2011

Is this life?

Seit damals sind so viele Tage vergangen; Jahre haben die Erinnerungen genommen. Ich lebte, so dachte ich, ohne Angst; ohne Sorgen. Der Alltag war etwas vergängliches, ungenaues, das es zu überwinden galt. Eigentlich kann man sagen, dass ich nurnoch für das Schlafen lebte, weil es das Ausgeglichenste war, das ich tun konnte.

Doch irgendwann kam der Moment, wo ich erkannte, dass ich nie vergessen würde. Alles was einst war, was so alles passierte, wurde nur ignoriert und weggesperrt. Mir wurde klar, dass ein Raum, wie groß er auch sein mochte, irgendwann einmal gefüllt war.

Wir Menschen sind nichts anderes, wandelnde Räume für Gedanken und Gefühle. Wir haben die Gabe, diese aufzunehmen und wieder abzugeben, wann wir es wollen.

Doch was ist, wenn jemandem dieses Geschenk verwehrt wurde...?

Freitag, 2. September 2011

Eine vergessen geglaubte Geschichte

"Wir sind ein verlorenes Haus, untergegangen durch die eigene Hand. Hass war der Antrieb und Rache sein größter Nahrungsspender. Mit Chaos bekämpft man Chaos und erschafft etwas neues, nie dagewesenes.
Es wurde keine Gottgegebene Gesellschaftsform umgewandelt, dies wäre auch nicht der Zweck gewesen, sondern ein Eigennutzen vertreten, der einem schrecklichen Würfelglück der Götter zuzuschieben ist. Wir sind Verdammte und Verräter; und doch nicht wie unsere fehlgeleiteten Brüder und Schwestern.
Das Jagen ist unsere Aufgabe und das fliehen unsere Rettung. Ich habe unser beider Schicksal geschrieben und es dir aufgepresst wie die Schrift auf ein Blatt Papier. Bitte verstehe... denn ich hatte keine andere Wahl."


(Die Memoiren eines Drow)

Dienstag, 23. August 2011

alltäglich...

Immer wieder sehe ich mich vor einem Spiegel stehen, das Gesicht betrachtend, das mir jedes mal die selbe Geschichte erzählt. Es sind die Augen, die mich irgendwie bannen, weil sie so traurig auf mich gerichtet sind. Mich fesseln die Narben, die Erinnerungen hervor rufen, die längst vergessen und durch jüngste Ereignisse wieder hervor gerufen wurden. Aus diesen folgt die Angst, die ich dachte überwunden zu haben aber gerade in den selben Situationen immer wieder ausbricht.

Im Endeffekt verändert das Wasser alles, weil es, während es über das Gesicht läuft, wie ein Maske die Züge verändert und entstellt, damit niemand sieht, wie schrecklich ich wirklich aussehe.

Freitag, 12. August 2011

Geld macht Glücklich... oder auch nicht

Immer mehr wird es Sichtbar, wie abhängig wir Menschen vom Geld sind. Durch die monatlichen Zahlungen, sind wir regelrecht darauf angewiesen, immer etwas zu haben. Ob wir im Endeffekt auch wirklich Glücklich dadurch werden, ist eine Sache für sich, doch zumindest eins werden wir nicht: depressiv, weil wir uns plötzlich einer Existenzbedrohung gegenüber sehen, wenn der Geldfluss mal aus bleibt.

Montag, 8. August 2011

Was die Langeweile schafft...

Wieder einmal ist es erstaunlich, wie schnell die Zeit vorbei gegangen ist. Das bemerke ich jeden Tag und stelle dabei fest, dass ich eigentlich noch so viel zu tun habe. Irgendwie muss ich Geld beschaffen, aufräumen, leben und nebenbei noch essen. Dass das eine oder andere mal etwas abhanden kommt, fällt da garnicht mehr so auf.

Doch eins wird langsam immer auffälliger. Trotz meiner Flaute hier im Blog, vermisse ich das Schreiben, auf die eine oder andere Weise. Nicht die negativen Gedanken, die hier normalerweise Platz finden. Nein... ich vermisse diese Erzählungen, bei denen einem das Herz zu zerspringen scheint, weil einfach nur die Idee schon genial ist. Genau genommen vermisse ich die Worte einer bestimmten Person, die mich anstacheln eine noch bessere Antwort hinzulegen.

Auch brauche ich derzeit wieder eine kleine Sammlung von Material, das ich hier verwenden kann. Also neben meinen Aufgaben werde ich in den nächsten Tagen erst einmal wieder Sprüche und Gedanken sammeln müssen, damit nich irgendwann nurnoch das selbe hier steht. Von daher heißt es wieder einmal:

Etwas gedulden... meine Finger ruhen derzeit nur, weil es kaum was gibt, das mich irgendwie beeinflusst.

Freitag, 29. Juli 2011

It's over...

Dinge gehen vorbei und hinterlassen einen Eindruck, eine Veränderung, die mit Freude angenommen wird. Schließlich entwickeln wir uns aus all dem weiter, werden stärker und sicherer, fassen leichter Fuß in fremden Gebieten und bekommen ein größeres Selbstvertrauen.

Und doch, wir vermissen zu schnell Dinge; wollen Vergangenes wieder haben, obwohl wir es dabei belassen sollten. Es ist die schöne Zeit, die uns so süchtig macht und uns nach etwas verzehrt, dass einfach nicht mehr sein soll.

Mittwoch, 27. Juli 2011

The power of Childen


Es ist das Lachen, das mein Herz immer wieder zum weinen bringt, den Spaß den ich in den Augen erkenne; die Freude die den kleinen Körper so erfüllt. Ich werde umzingelt von diesen Gesichtern, die mich anstrahlen, einfach nur weil ich für sie da bin und sie beschäftigt. Es ist egal, ob es ein Ball oder ein Ring ist, nach dem sie Jagen oder Suchen müssen. Wichtig ist nur die Freude, eine Freude die mich begeistert und zeigt, wie wenig ich noch mit diesen kleinen Wesen gleich habe, wie verbittert ich geworden bin.
Ich lache, weil die Kinder das sehen wollen, wenn ich mit ihnen im Wasser spiele. Ich danke für jeden Ball und Ring den sie zu mir zurück bringen, dabei so wunderbar lachen und erneut nach dem Spielzeug fragen, dass ich nur lächelnd ihnen das geben kann was sie wollen. Doch mit jedem mal steigt eine Frage in mir, die mich aufzufressen scheint.

Warum kann ich nicht wie sie sein...? Einfach nur glücklich?

Montag, 25. Juli 2011

Aussichtslos

Und wieder einmal hat es mich erfasst, die Ergebenheit des Schicksal; das Akzeptieren der Unveränderbarkeit. Ich spüre den Frust über eine Niederlage, etwas negatives an einer Tatsache und träume davon diese Niedergeschlagenheit abzulegen, indem ich einfach besser werde. Doch in meinen Tagträumen sieht es so einfach aus. Mit jedem Versuch, der mich auffangen soll, wander ich wieder in das alte Muster und verfalle in die Schnelligkeit des Alltags. Ich denke schon garnicht mehr, sondern handel so wie es mir die Intuition vorgibt. Doch jedes mal sehe ich, wie es nur zu einer weiteren verlorenen Schlacht führt.

Wieder einmal fange ich an zu zweifeln, hauptsächlich an mir selber, weil nicht das klappt was ich will, egal wie sehr ich mich anstrenge. Immer wieder hoffe ich, dass ich wieder zu dem Talent werde, dass all das mit ein bisschen Übung meistert. Doch irgendwie will es nicht funktionieren...

Samstag, 23. Juli 2011

"Lächel doch mal!"

Es gibt Tage im Leben, an denen man denkt, dass einfach garnichts mehr Sinn macht. Tage, an denen man am liebsten einfach nur alles zerstören will, weil es einem schlecht geht und der andere einem mit seinem fröhlichem Verhalten nervt.

Die Überwindung dieser Tage ist wohl anstrengender, als die der anderen, denn man muss Fehler ausbügeln, wenn man wieder halbwegs zur Besinnung gekommen ist. Diese Fehler jedoch können bereits einen Schaden verursacht haben, der nicht so einfach zu vergessen ist. Und was dann...?

Mittwoch, 20. Juli 2011

Seifenblasen...?

Ich stehe in einem Feld von Seifenblasen, eine jede glänzt und leuchtet in einer anderen Farbe und Größe. Manche sind wie der Regenbogen, andere wie ein kleiner durchsichter Ball, der beim Durchblicken die Welt anders färbt. Vielfach sind diese vorhanden, umzingeln mich und streifen meine Haut.
Glücklich wie ein Kind greife ich nach einer blauen Blase, bin ungeschickt und lasse sie zerplatzen. Doch warum sollte ich traurig sein? Ein erneuter Versuch wird gestartet, nun ist eine andere Kugel mein Ziel, eine Rote. Erneut zerplatzt diese, bevor sie ruhig in meiner Hand zum stehen kommt, doch dieses mal bin ich noch gröber und mache weitere Kugeln kaputt, ohne diese wirklich als Ziel gehabt zu haben.
Mit jeder weiteren Kugel die Zerstört wird, wandern die Kugeln weiter, rücken nach und lassen mich dauerhaft in dem Feld stehen, dass einfach so unendlich weit zu sein scheint; kein Ende kennt. Voller zuversicht übe ich weiter, versuche die Kugeln zu fangen und fest zu halten, schließlich kommen immer wieder neue Seifenblasen, so als würde irgendwo ein altes Männchen sitzen, das mir diese vor die Füße bläst.


So könnte es wohl aussehen, sehe diese Bilder vor meinem inneren Auge, doch bei ihnen erfüllt mich eine Trauer, die mich ruhig stehen bleiben lässt. Ich lerne aus den Fehlern der Gedanken; sehe, dass der Versuch eine Kugel zu bekommen nur schwer mit Erfolg gekrönt ist. Warum also diese schönen Dinge zerstören, auch wenn irgendwann das Ergebnis da ist? Natürlich, ich denke nicht Selbstsüchtig genug, doch dies macht mich aus. Oder?
Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als zuzusehen, wie die Blasen um mich herum wandern, während Tränen das Gesicht herab laufen, weil ich zu feige bin, zu viel Angst davor habe, eine zu zerstören. Denn eins weiß ich genau... ich zerstöre mich selber damit.

Dienstag, 12. Juli 2011

Das Spiel der Götter


Go wird in den Asiatischen Geschichten als das Spiel der Götter bezeichnet, weil viel mehr Züge als im Schach (Shogi im Asiatischen Bereich), auch das Spiel der Könige genannt, möglich sind, eine deutlich größere Anzahl von Spielsteinen und deutlich mehr Tiefsinnigkeit möglich ist. Während Schach eine Schlacht sein soll, ist Go ein ganzer Krieg.

Lange ist es her, dass ich dieser Sucht nachgegangen bin, doch es dauerte nicht lange um wieder ihr zu verfallen. Genauso wie das Schreiben ist es ein wundervolles Gefühl die Steine in der Hand zu haben oder sie im Netz der unbekannten Möglichkeiten auf ein Virtuelles Spielbrett zu setzen. Neben dem Gefühl sich auf diese Art und Weise intelligent zu bekämpfen, ist der Rausch vorhanden, einen Kampf zu gewinnen der schon verloren scheint. Dieses ewige Spiel um Leben und Tod reizt...

Sonntag, 10. Juli 2011

Die Zeit...

ist ein Faktor, der mir derzeit sehr stark in die Quere kommt. Aus diesem Grund hat sich auch auf diesem Blog in letzter Zeit nichts getan. Dafür ist jedoch auch ein anderer Umstand verantwortlich. Für meinen Rechner ist das Netzteil kaputt gegangen, was dazu führt, dass dieser derzeit nur sinnlos herum liegt.
Neben dieser Schwierigkeit bin ich im Moment im Praktikumsstress, wenn man das so sagen kann. Als Animateur für Kinder und Erwachsene im T.U.R.M., Erlebniscity Oranienburg habe ich zwar keine wirklich lange Arbeitszeit, aber dennoch falle ich nach fast jedem Arbeitstag einfach ins Bett.

Aus diesem Grund bitte ich die Nachrichtsschwache Zeit zu billigen. Auch mein schreiben auf den anderen Blogs hängt damit derzeit etwas zurück. Ich hoffe dies in nächster Zeit nachholen zu können.

Wenn möglich versuche ich ab nächste Woche wieder in den alten Rhytmus zu kommen, mit dem ich sonst geschrieben und gelesen hatte.

Freitag, 1. Juli 2011

Panik

Es gibt Momente in meinem Leben, wo ich grundsätzlich in eine Unruhe verfalle und mich frage, was ich tun soll. Für solche Momente hat sich mein Hirn zum Weglaufen entschieden. Wenn es mir schlecht geht, ich bemerke einen Fehler gemacht zu haben, jemanden enttäuscht oder verletzt zu haben, laufe ich, weil ich es kann.
Diese Freiheit des Kopfes, die mich umhüllt, ist die Anstrengung wert, denn Gedanken sind vergangen, Gefühle unwichtig. Es ist eine meditierende Phase, wo einem alles egal sein kann; eine Phase, in der Ich bin, weil ich nicht denke.

Sonntag, 26. Juni 2011

Umso länger ich denke, umso schwerer fällt es mir

Ich fasse Entschlüsse und lasse sie wieder fallen, bevor der Zeitpunkt zum Einlösen gekommen ist. Immer wieder verfalle ich in dieses Muster und ziehe mich vor wichtigen Dingen zurück, laufe weg vor einer Veränderung, die vielleicht gut sein könnte. Viel zu Negativ sind meine Gedanken geworden, weil ich die Hoffnung verloren und zu sehen verlernt habe.

Dienstag, 21. Juni 2011

It's just a dream...

Ein weißes Feld umhüllt mich, begrenzt von der unendlichen Weite des Himmels, der in seinem wundervollstem Blau erstrahlt. Die Sonne blendet mich, färbt meine graue Haut angenehm braun, während der kalte Wind meine Ohren umweht und die Lippen zum zittern bringt. Berge grenzen in der Ferne, sind vom schönem Weiß bedeckt und lassen mein Herz frohlocken. Langsam setzte ich mich in Bewegung, immer schneller werdend. Das Weiß vor mir verändert seine Form, biegt sich mal nach links, mal nach rechts, während sich Bäume langsam in mein Blickfeld schieben.
Ich fliege, zumindest habe ich dieses Gefühl, denn immer schneller ziehen die grünen Tannen vorbei, immer schneller schlägt mein kleines Herz. Voller Verlangen richtet sich der Blick in die Ferne, die Iriden versteifen sich auf die Berge, die mit einem Kreuz der Eroberung bestückt sind, dem Zeichen der Freiheit.
Unerreichbar wirken die Gipfel, was mein treues Herz kurz stocken lässt und mir den Atem raubt. Während diesen kurzen Moment denke ich, viel sogar. Schneller! Unbeschreibbares geht in meinem Kopf vor, zwingt meinen Körper immer mehr, immer stärker auch wirklich alles zu geben. Die Muskeln ziehen sich zusammen, strecken sich. Ich spüre die Schmerzen, weil es zu viel ist. Und doch drängt der Geist immer weiter...
Irgendwann gibt es nichts mehr; die Schmerzen sind weg, genauso wie das Weiß unter mir. Die Berge nähern sich, während ich immer weiter in das blaue Reich gezogen werden. Ich seh mich um und erkenne die Flügel, die ich die meinen nenne.

Die frische Luft, verbunden mit dem Gefühl der Schmerzlosigkeit, geben mir den Gedanken der Freiheit, schenken mir die Zuversicht das Ziel erreicht zu haben, bevor ich überhaupt da bin. Was sonst so fern schien, ist mit einem mal nah. Ich erkenne die Unebenheiten in dem Gipfel, erkenne das große Kreuz, das den höchsten Punkt markiert und eifer mit den Schlägen der Flügel mit, die mich immer näher heran bringen.

Dunkelheit umhüllt mich, begleitet von einer Melodie, die mir nur allzu bekannt ist. Grelles Licht lässt meine Augen wieder schließen, bevor sie wirklich offen waren. Das einzige was ich tun kann ist aufzustehen, während mein Herz weint...

Samstag, 18. Juni 2011

Eine Zeit zum träumen

Ich höre und ich sehe, fühle, rieche, merke und erinner mich. Alles, was einst war, fliegt auf einmal vorbei und winkt mir trotzig zu. Meine Finger regen sich, wollen etwas ungreifbares erfassen und fest halten. Übrig bleibt die Luft und der Himmel voller Sterne, die mir gehässig ins Gesicht lachen, weil sie so weit weg sind. Jeder Stern ist ein Traum, unrealistisch; ein Wunsch, unerfüllbar.
Einzig übrig bleibt das, was immer bei mir ist und an dem ich mich erfreuen kann. Ich lausche und singe, denke und schreibe. Und zwischen all dem blicke ich auf und sehe die Sterne verschwinden.

Freitag, 17. Juni 2011

Es ist nicht unsere Aufgabe glücklich zu werden, sondern wie ein Clown das Lächeln auf zu setzen, bevor er die Manege betritt.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Von guten Mächten...

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr. 


Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.



So oft höre ich das Lied von Dietrich Bonhoeffer in letzter Zeit, denke nach und komme zu keinem Ergebnis. Ich fang an traurig zu werden und vor Sehnsucht fast zu weinen, denn mit jedem mal spüre ich mehr, wie mir etwas fehlt.

Immer wieder wünsche ich mir, einfach glauben zu können, meine Ängste und Sorgen jemandem anvertrauen zu können. Ich wünsche mir, nicht mehr zweifeln zu müssen, weil es etwas gibt, das so viel größer als ich ist. Doch ich kann es nicht...

Montag, 13. Juni 2011

Ein Spruch mit seiner Sinnlosigkeit...

Seit Jahren umgeben uns Weisheiten und Sprüche, die aus jedem Mund erklingen und die jeder kennt. Die Menschen denken schon garnicht mehr nach, wenn sie etwas sagen. Sie wiederholen diese Worte in den unpassendsten Momenten, bei den falschen Personen und bemerken dabei nicht einmal, dass sie sie damit verletzen.

"Nur die besten sterben Jung."

Für diesen Spruch habe ich schon Ärger angedroht, denn dieser Satz ist so falsch wie abwegig. Warum sollen die besten eher sterben als wir, die normalen oder schlechten? Warum sollen sie gehen, während wir weiterhin hier bleiben dürfen? Vielleicht, weil man die besten im Himmel brauch? Weil sie hier unten nur verkommen?

Es sind die Besten, die unser Leben angenehmer machen werden, die uns mit Dingen beschenken, die unsere Vorstellungskraft übertreffen wird. Es ist eine Schande, dass gute Leute gehen, bevor sie wirklich gelebt haben, bevor man sich von ihnen verabschieden konnte. Ihr Tot hinterlässt eine Lücke, die keiner einnehmen kann. Und jeder, der soeine Person kannte, weiß: "Der beste ist weg und niemand wird seinen Platz füllen können..."

Sonntag, 12. Juni 2011

The time will come...

Wir Menschen beschäftigen uns mit dem Leben wie kein anderes Wesen auf dieser Welt. Wir denken an den Tod, als würde er immer hinter der Tür warten und heimlich lachen, weil er uns gleich erwischen würde. Wir haben diesem "Phänomen" eine Gestalt gegeben und fürchten uns vor dieser, denn sie reißt uns aus diesem Leben heraus und zieht uns in ein dunkles Loch, aus dem wir, je nach Religion, irgendwann heraus kommen werden. Oder auch nicht.

Der Tod ist etwas, an den wir zu viele Gedanke vergeuden, denn im Endeffekt kann er sowieso nicht aufgehalten werden. In unserer Zeit erhalten wir uns immer länger am Leben, schieben es auf die Forschung und Entwicklung, die Richtlinien zur gesunden Ernährung. Wir erkennen nicht, dass wir uns - umso länger wir dieser Angst nicht entgegen treten - immer mehr in dem Loch der Verzweiflung verlaufen, weil wir noch so viel erreichen wollen.
"Ich war noch nicht in New York, habe noch nicht den Big Ben gesehen. Nie war ich in einer Pyramide, habe auf der Chinesischen Mauer gestanden und den Himalaya von nahen betrachten können."
Um unserer Angst zu bekämpfen geben wir uns selber Ziele und wissen dabei nicht einmal, dass wir diese niemals erreichen werden. Wir werden blind vor Angst, denn trotz den Gedanken an diese traurige Welt, wollen wir nicht gehen. Es kann einfach nur zu früh sein...

Alle Wesen sterben, altern und verwelken, kriechen in die Gräber und von dort in die Flammen der Vergesslichkeit, der Hölle oder wo immer auch hin, je nachdem was ihnen ihre Theologie vorschreibt. Und wenn es schließlich soweit ist, bemerken wir, dass wir nie gelebt haben.

Freitag, 10. Juni 2011

Der Anfang...

Die Frage, warum ich einen Blog erstelle, stelle ich mir selber, oder besser: habe ich mir gestellt. Ich habe mich gefragt, was für einen Sinn ich mit diesem im großem Internet vertreten will, was ich damit für mich selber erreichen möchte. Und um ehrlich zu sein, ich weiß es immernoch nicht so genau.

Man wird es wohl auf die Interesse in die Worte schieben müssen, denn seit Jahren begleiten mich diese und geben mir das Gefühl, etwas zu erschaffen. In unseren schnelllebigen Zeit gibt es kaum noch eine Möglichkeit genau das zu tun, weshalb es für mich gerade dieser Anreiz ist, mit den Worten genau das zu schaffen, was so einfach nicht möglich ist.

Mein Geschreibsel, das seinen Weg hierher finden wird, wird von Psychologischer, Religiöser und Weltlicher Natur sein. Ich möchte Erinnerungen teilen, Gedanken festhalten und offensichtliches nennen, weil es uns alle etwas angeht. Meine Texte sollen nicht beeinflussen, diese Macht möchte ich nicht haben, doch sie sollen einen anregen, selber etwas zu tun. Meine Worte sollen begeistern, nachdenklich stimmen und kritisieren...