Sonntag, 26. Juni 2011

Umso länger ich denke, umso schwerer fällt es mir

Ich fasse Entschlüsse und lasse sie wieder fallen, bevor der Zeitpunkt zum Einlösen gekommen ist. Immer wieder verfalle ich in dieses Muster und ziehe mich vor wichtigen Dingen zurück, laufe weg vor einer Veränderung, die vielleicht gut sein könnte. Viel zu Negativ sind meine Gedanken geworden, weil ich die Hoffnung verloren und zu sehen verlernt habe.

Dienstag, 21. Juni 2011

It's just a dream...

Ein weißes Feld umhüllt mich, begrenzt von der unendlichen Weite des Himmels, der in seinem wundervollstem Blau erstrahlt. Die Sonne blendet mich, färbt meine graue Haut angenehm braun, während der kalte Wind meine Ohren umweht und die Lippen zum zittern bringt. Berge grenzen in der Ferne, sind vom schönem Weiß bedeckt und lassen mein Herz frohlocken. Langsam setzte ich mich in Bewegung, immer schneller werdend. Das Weiß vor mir verändert seine Form, biegt sich mal nach links, mal nach rechts, während sich Bäume langsam in mein Blickfeld schieben.
Ich fliege, zumindest habe ich dieses Gefühl, denn immer schneller ziehen die grünen Tannen vorbei, immer schneller schlägt mein kleines Herz. Voller Verlangen richtet sich der Blick in die Ferne, die Iriden versteifen sich auf die Berge, die mit einem Kreuz der Eroberung bestückt sind, dem Zeichen der Freiheit.
Unerreichbar wirken die Gipfel, was mein treues Herz kurz stocken lässt und mir den Atem raubt. Während diesen kurzen Moment denke ich, viel sogar. Schneller! Unbeschreibbares geht in meinem Kopf vor, zwingt meinen Körper immer mehr, immer stärker auch wirklich alles zu geben. Die Muskeln ziehen sich zusammen, strecken sich. Ich spüre die Schmerzen, weil es zu viel ist. Und doch drängt der Geist immer weiter...
Irgendwann gibt es nichts mehr; die Schmerzen sind weg, genauso wie das Weiß unter mir. Die Berge nähern sich, während ich immer weiter in das blaue Reich gezogen werden. Ich seh mich um und erkenne die Flügel, die ich die meinen nenne.

Die frische Luft, verbunden mit dem Gefühl der Schmerzlosigkeit, geben mir den Gedanken der Freiheit, schenken mir die Zuversicht das Ziel erreicht zu haben, bevor ich überhaupt da bin. Was sonst so fern schien, ist mit einem mal nah. Ich erkenne die Unebenheiten in dem Gipfel, erkenne das große Kreuz, das den höchsten Punkt markiert und eifer mit den Schlägen der Flügel mit, die mich immer näher heran bringen.

Dunkelheit umhüllt mich, begleitet von einer Melodie, die mir nur allzu bekannt ist. Grelles Licht lässt meine Augen wieder schließen, bevor sie wirklich offen waren. Das einzige was ich tun kann ist aufzustehen, während mein Herz weint...

Samstag, 18. Juni 2011

Eine Zeit zum träumen

Ich höre und ich sehe, fühle, rieche, merke und erinner mich. Alles, was einst war, fliegt auf einmal vorbei und winkt mir trotzig zu. Meine Finger regen sich, wollen etwas ungreifbares erfassen und fest halten. Übrig bleibt die Luft und der Himmel voller Sterne, die mir gehässig ins Gesicht lachen, weil sie so weit weg sind. Jeder Stern ist ein Traum, unrealistisch; ein Wunsch, unerfüllbar.
Einzig übrig bleibt das, was immer bei mir ist und an dem ich mich erfreuen kann. Ich lausche und singe, denke und schreibe. Und zwischen all dem blicke ich auf und sehe die Sterne verschwinden.

Freitag, 17. Juni 2011

Es ist nicht unsere Aufgabe glücklich zu werden, sondern wie ein Clown das Lächeln auf zu setzen, bevor er die Manege betritt.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Von guten Mächten...

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr. 


Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.



So oft höre ich das Lied von Dietrich Bonhoeffer in letzter Zeit, denke nach und komme zu keinem Ergebnis. Ich fang an traurig zu werden und vor Sehnsucht fast zu weinen, denn mit jedem mal spüre ich mehr, wie mir etwas fehlt.

Immer wieder wünsche ich mir, einfach glauben zu können, meine Ängste und Sorgen jemandem anvertrauen zu können. Ich wünsche mir, nicht mehr zweifeln zu müssen, weil es etwas gibt, das so viel größer als ich ist. Doch ich kann es nicht...

Montag, 13. Juni 2011

Ein Spruch mit seiner Sinnlosigkeit...

Seit Jahren umgeben uns Weisheiten und Sprüche, die aus jedem Mund erklingen und die jeder kennt. Die Menschen denken schon garnicht mehr nach, wenn sie etwas sagen. Sie wiederholen diese Worte in den unpassendsten Momenten, bei den falschen Personen und bemerken dabei nicht einmal, dass sie sie damit verletzen.

"Nur die besten sterben Jung."

Für diesen Spruch habe ich schon Ärger angedroht, denn dieser Satz ist so falsch wie abwegig. Warum sollen die besten eher sterben als wir, die normalen oder schlechten? Warum sollen sie gehen, während wir weiterhin hier bleiben dürfen? Vielleicht, weil man die besten im Himmel brauch? Weil sie hier unten nur verkommen?

Es sind die Besten, die unser Leben angenehmer machen werden, die uns mit Dingen beschenken, die unsere Vorstellungskraft übertreffen wird. Es ist eine Schande, dass gute Leute gehen, bevor sie wirklich gelebt haben, bevor man sich von ihnen verabschieden konnte. Ihr Tot hinterlässt eine Lücke, die keiner einnehmen kann. Und jeder, der soeine Person kannte, weiß: "Der beste ist weg und niemand wird seinen Platz füllen können..."

Sonntag, 12. Juni 2011

The time will come...

Wir Menschen beschäftigen uns mit dem Leben wie kein anderes Wesen auf dieser Welt. Wir denken an den Tod, als würde er immer hinter der Tür warten und heimlich lachen, weil er uns gleich erwischen würde. Wir haben diesem "Phänomen" eine Gestalt gegeben und fürchten uns vor dieser, denn sie reißt uns aus diesem Leben heraus und zieht uns in ein dunkles Loch, aus dem wir, je nach Religion, irgendwann heraus kommen werden. Oder auch nicht.

Der Tod ist etwas, an den wir zu viele Gedanke vergeuden, denn im Endeffekt kann er sowieso nicht aufgehalten werden. In unserer Zeit erhalten wir uns immer länger am Leben, schieben es auf die Forschung und Entwicklung, die Richtlinien zur gesunden Ernährung. Wir erkennen nicht, dass wir uns - umso länger wir dieser Angst nicht entgegen treten - immer mehr in dem Loch der Verzweiflung verlaufen, weil wir noch so viel erreichen wollen.
"Ich war noch nicht in New York, habe noch nicht den Big Ben gesehen. Nie war ich in einer Pyramide, habe auf der Chinesischen Mauer gestanden und den Himalaya von nahen betrachten können."
Um unserer Angst zu bekämpfen geben wir uns selber Ziele und wissen dabei nicht einmal, dass wir diese niemals erreichen werden. Wir werden blind vor Angst, denn trotz den Gedanken an diese traurige Welt, wollen wir nicht gehen. Es kann einfach nur zu früh sein...

Alle Wesen sterben, altern und verwelken, kriechen in die Gräber und von dort in die Flammen der Vergesslichkeit, der Hölle oder wo immer auch hin, je nachdem was ihnen ihre Theologie vorschreibt. Und wenn es schließlich soweit ist, bemerken wir, dass wir nie gelebt haben.

Freitag, 10. Juni 2011

Der Anfang...

Die Frage, warum ich einen Blog erstelle, stelle ich mir selber, oder besser: habe ich mir gestellt. Ich habe mich gefragt, was für einen Sinn ich mit diesem im großem Internet vertreten will, was ich damit für mich selber erreichen möchte. Und um ehrlich zu sein, ich weiß es immernoch nicht so genau.

Man wird es wohl auf die Interesse in die Worte schieben müssen, denn seit Jahren begleiten mich diese und geben mir das Gefühl, etwas zu erschaffen. In unseren schnelllebigen Zeit gibt es kaum noch eine Möglichkeit genau das zu tun, weshalb es für mich gerade dieser Anreiz ist, mit den Worten genau das zu schaffen, was so einfach nicht möglich ist.

Mein Geschreibsel, das seinen Weg hierher finden wird, wird von Psychologischer, Religiöser und Weltlicher Natur sein. Ich möchte Erinnerungen teilen, Gedanken festhalten und offensichtliches nennen, weil es uns alle etwas angeht. Meine Texte sollen nicht beeinflussen, diese Macht möchte ich nicht haben, doch sie sollen einen anregen, selber etwas zu tun. Meine Worte sollen begeistern, nachdenklich stimmen und kritisieren...