Donnerstag, 29. September 2011

Geboren um zu Leben...

 

Umso öfter ich darüber nachdenke, umso trauriger werde ich, denn ich bemerke, dass mir etwas fehlt. Es ist ein Teil, der vor vielen Jahren abhanden kam und so langsam immer wichtiger wird. Es ist das Vertrauen, dass ich diesen Wesen schenkte und es nun an weitere vergebe, während ich nicht einmal weiß, ob das Alte noch bestand hat. Es ist der Glaube an etwas Großartiges, was uns umgibt und die Zuversicht schenkt, den Tag mit einem Lachen zu bestreiten. Es ist das Wissen, dass alle Ängste umsonst und unnötig sind, weil wir nicht Alleine sind.

Während ich so die Menschen betrachte und ihnen helfe, wieder zurück zum Glück zu finden, vergesse ich meine eigenen Sorgen, die mich immer weiter in die Einsamkeit treiben.

Montag, 26. September 2011

Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig die Gegenwart zu genießen.

Wenn wir die Vergangenheit sein lassen, wer sind wir dann? Kommen nicht aus der Vergangenheit die Erfahrungen und Erinnerungen? Was sind wir ohne sie?
Warum sollte man keine Angst vor der Zukunft haben? Bringt sie uns immer Glück und Freude? Ist alles, was passieren wird, nur für unser Bestes? Ist also die Angst, vor etwas neuem, nicht etwas ganz normales?


Wie soll man die Gegenwart genießen, wenn man beides außer acht lässt? Wie soll man etwas schätzen, das jetzt da ist, wenn man nicht Vergleiche ziehen kann mit der Vergangenheit und den Vorstellungen der Zukunft?

Freitag, 23. September 2011

Die Zeit II

Meine Tage sind Planmäßig geworden, ein geordneter Ablauf zur Pflicht verkommen, der den Körper auf dauer stresst und erschöpft. Immer wieder sehe ich auf die Uhr, hetze von einem Termin zum anderen, während meine Gedanken schon lange nicht mehr bei der Arbeit sind.
Zum Teil bin ich froh, denn so habe ich eine geregelte Freizeit, in der ich Abwechslung finden kann. Doch war es vor Tausenden von Jahren nicht auch, zeitmäßig gesehen, besser und angenehmer? Die Arbeit begann, wenn die Sonne aufging und endete, wenn dieser verschwand. Niemand wurde von der Zeit gehetzt, Termine waren auf Tage und nicht auch Stunden begrenzt. Wollte man einer Predigt von Jesus lauschen, musste man nicht aufgrund von Zeitnot seine Arbeit liegen lassen, weil einen der Arbeitsdrang überwältigt hatte.

Was ist passiert? Warum haben wir Menschen uns so einengen lassen, dass wir abhängig von der Zeit geworden sind? Warum versuchen wir sie zu messen, nur um geplanter durch das Leben zu gehen, damit wir hinter Terminen herrennen und uns freiwillig in den Stress werfen?

Mittwoch, 21. September 2011

Die Zeit

Komm schon! dachte ich und beschleunigte wie immer meine Schritte, verkürzte die überwindbare Distanz bis zum gesetzten Ziel. Wie weit es war, wusste ich nur unterschlägig, gab es nur die Zeit in meinem Kopf, die schon längst nicht mehr aktuell war. Doch ich glaubte, dass ich mich übertreffen könnte, wieder einmal.

Die Zeit wurde im Endeffekt sehr wichtig, und das obwohl ich diese verachtete, weil einfach alles viel zu schnell ging. Ich erinnere mich an damals, wie lange ein Tag war, wie schwer es war, manche Nachmittage zu verbringen. Und nun sehe ich mich an, sehe die Zeit, wie sie vorbei gezogen ist und dabei ihre Spuren auf mir hinterlassen hat. Jedes mal erkenne ich erneut, dass ich dieses bösartige "Element", wenn man es als welches bezeichnen kann, über alles hasse.  
 Zeit heilt alle Wunden?
Worte von Hoffenden, die mich nicht interessieren. Die Zeit spielt gegen uns, egal was wir machen. Nie wird sie etwas heilen, das musste ich auf harte Art und Weise lernen.

Mittwoch, 14. September 2011

Es gibt nicht viele, die den wahren Anführer der Dämonen gesehen haben... und ich selber muss sagen, die Entdeckung ist erschreckend. Wer hätte gedacht, dass einer unserer Brüder sich gegen uns wenden könnte?
Ein ausgestoßener Engel, der sich aus Rache mit den Dämonen und dem Satan verbündet hat, um den Himmel zu stürzen...
Grausam, weil er einst unser Anführer war, derjenige der Gott am nahsten stand…
Doch weshalb wurde er zu dem, der er heute ist?
Was führte zu seiner Verbannung?
Ich kann nur Vermutungen anstellen, denn Gott braucht keinen Grund zu nennen, um jemanden aus dem Himmel zu werfen. Doch würde ein Engel nicht soviel Ehre besitzen, sich dann das Leben zu nehmen, oder zumindest sich nicht mit den Feinden einzulassen?
Also muss ja etwas geschehen sein, was dieser Engel als Fehlentscheidung ansieht...
Wie schon gesagt... man kann nur vermuten. Dennoch trauer ich meinem Bruder nach... 


Rafael

(Prolog "Tealc")

Freitag, 9. September 2011

Etwas Psychologisches...

Immer wieder gebe ich mir eine Aufgabe, eine Herausforderung. Jedes mal spüre ich, wie mir diese aus den Händen zu gleiten scheint, denn umso näher ich dem Ziel komme, umso größer und schwieriger wird das Unterfangen.
Es ist Angst, denn etwas anderes kann es aus psychologischer Sicht nicht sein. Versagensängste, dass ich nicht nur mich, sondern auch alle anderen Enttäusche. Ich will, so wie jeder Mensch, Anerkennung für meine Leistungen, auch wenn ich mich dafür kaputt mache.

Und immer weiter geht der Zerstörungswahn des Körpers, immer mehr locke ich aus diesem, der so großartig ist, dass er mich immer wieder erstaunt. Es scheint so, als hätte mein Körper garkeine Grenze, ich müsste nur lernen das Gegebene zu nutzen, mit richtigen Techniken das beste aus meinem Leib hervor zu holen.
Doch ich kenne meine Schwächen, die die Prozentzahl des Scheiterns ins Unermessliche steigern. Denn immer wieder stürze ich mich unvorbereitet in den Kampf, lasse es jedes mal wieder darauf ankommen, dass mein Körper zugrunde geht und dabei mein restliches Selbstwertgefühl mit in die Hölle des Versagens zieht.

Samstag, 3. September 2011

Is this life?

Seit damals sind so viele Tage vergangen; Jahre haben die Erinnerungen genommen. Ich lebte, so dachte ich, ohne Angst; ohne Sorgen. Der Alltag war etwas vergängliches, ungenaues, das es zu überwinden galt. Eigentlich kann man sagen, dass ich nurnoch für das Schlafen lebte, weil es das Ausgeglichenste war, das ich tun konnte.

Doch irgendwann kam der Moment, wo ich erkannte, dass ich nie vergessen würde. Alles was einst war, was so alles passierte, wurde nur ignoriert und weggesperrt. Mir wurde klar, dass ein Raum, wie groß er auch sein mochte, irgendwann einmal gefüllt war.

Wir Menschen sind nichts anderes, wandelnde Räume für Gedanken und Gefühle. Wir haben die Gabe, diese aufzunehmen und wieder abzugeben, wann wir es wollen.

Doch was ist, wenn jemandem dieses Geschenk verwehrt wurde...?

Freitag, 2. September 2011

Eine vergessen geglaubte Geschichte

"Wir sind ein verlorenes Haus, untergegangen durch die eigene Hand. Hass war der Antrieb und Rache sein größter Nahrungsspender. Mit Chaos bekämpft man Chaos und erschafft etwas neues, nie dagewesenes.
Es wurde keine Gottgegebene Gesellschaftsform umgewandelt, dies wäre auch nicht der Zweck gewesen, sondern ein Eigennutzen vertreten, der einem schrecklichen Würfelglück der Götter zuzuschieben ist. Wir sind Verdammte und Verräter; und doch nicht wie unsere fehlgeleiteten Brüder und Schwestern.
Das Jagen ist unsere Aufgabe und das fliehen unsere Rettung. Ich habe unser beider Schicksal geschrieben und es dir aufgepresst wie die Schrift auf ein Blatt Papier. Bitte verstehe... denn ich hatte keine andere Wahl."


(Die Memoiren eines Drow)