Dienstag, 20. März 2012

- XLII - Unordnung

Was soll ich machen, wenn ein Chaos in meinem Kopf zu existieren scheint, das nicht gebändigt werden kann? Wenn ich von Gedanken und Gefühlen innerhalb kürzester Zeit überwältigt werde, die mir bis dahin fremd waren, nicht zuteil wurden?

Ich bin unsicher, das war ich schon immer, wie ein hilfloses Kind auf einem brüchigem Steg im Meer. Ich schrie um Hilfe, ich betete um Beistand, doch nie machte ich Bekanntschaft mit der Wärme der Sonne. Das kalte Meer lehrte mich zu schweigen...

Und nun wird alles durcheinander gewirbelt, Träume und Realität, so dass ich nicht mehr weiß wo genau ich stehe. Verwirrt laufe ich umher, wie ein Schaf das den Weg nach Hause nicht mehr findet, und bin den unbekannten Mächten ausgeliefert.

Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll, was ich schreiben kann, um das Chaos zu beruhigen...

Sonntag, 18. März 2012

- XLI - Träume

Still liege ich da, mit geschlossenen Augen, und denke nach. Über verschiedene Dinge, verschiedene Auswüchse der Welt, Phänomene, den Sinn des Lebens, des Daseins. Und während ich so daliege und nichts tu außer meine Gedanken in Worte zu fassen, um sie in Sätze zu formen die irgendwann auf dem Papier erscheinen, fange ich an zu Träumen; über fremde Welten, Wesen und Momente.
Ich versinke in einer anderen Welt, einem unbekanntem Universum, das mich aufsaugt und mitreißt, meinen Körper auseinander zerrt und wieder zusammen setzt. Und jedes mal, wenn ich aufwache, scheine ich zu verstehen, einen Sinn zu erkennen, eine Belehrung, eine Erklärung für etwas. Doch nie bin ich schnell, nie wach genug, um den Sinn länger als wenige Sekunden zu halten. Nur so lange, um zu erkennen, dass mir der Traum aus den Fingern fließt und in den Schatten der Erinnerung verschwindet.

Deine Pläne werden in Erfüllung gehen.

Auch wenn diese Worte nicht an mich gerichtet waren, so überlege ich, stelle mir heimlich Fragen über einen Plan, den ich mir selber erdacht haben könnte, über den weiteren Verlauf des Einsilbigen Lebens. Und ich Frage mich, was noch so kommen mag, welche Träume noch erscheinen mögen, mir Nichts sagen wollen und doch irgendwann verständlich werden.
Genau in diesem Moment habe ich Angst, denn was wenn es nicht meine Pläne sind? Was, wenn dies Alles einen Sinn verfolgt den ich nicht verstehe? Wenn mein Leben nicht in meiner Hand liegt, sondern in der einer Anderen?
Mit einem Mal wird mir die Stille meines Kopfes bewusst, die Gedankenlosigkeit, die ich nicht in den Griff bekomme. Mit einem Mal wird mir klar, warum die Erinnerungen so verschwommen sind, warum immer mehr von der Macht namens Zeit gefressen wird.

Du wirst einen alten Freund und deine Ruhe finden.

Irgendwann stehe ich am Wasser, lausche der Melodie der Möwen, dem beruhigendem Geräusch der an den kleinen Strand brechenden Wellen, während mein Herz immer stärker, immer schneller, schlägt. Ich sehe mich - wartend, zögernd - während sich der Blickwinkel immer wieder verschiebt, sich um mich dreht und aus allen Perspektiven aufnimmt, mir das Gefühl einer Erinnerung, eines Dé já vú's, vermittelt. Ich erkenne diesen Moment und verstehe vieles und Nichts, weil es für mich unerklärlich ist, keine Antwort auf meine derzeitige Frage gibt. Und doch fange ich an einen Sinn zu erkennen, eine Botschaft zu erraten...

Donnerstag, 8. März 2012

- XL - Meditation

Ein leises Rauschen dringt an mein Ohr, flüstert mit leisen Tönen Worte in meinen Kopf, während die Entspannung meinen Körper zu ergreifen scheint. Ich weiß nicht mehr wie lange ich hier schon sitze, seit wann die Augen geschlossen sind und ich die Umgebung auf mich wirken lassen, den kühlen, streichelnden Wind; den Geruch des Wassers, das mit leichten Wellen an den Strand schlägt.

Böses Karma hat sich gesammelt, ich habe es aufgenommen wie das täglich Brot, um ein Sättigungsgefühl zu verspüren, um die Leere zu füllen die meinen Körper, meinen Magen, in Besitz genommen hatte. Und nun schäme ich mich dafür, weil ich meine Dummheit, meine Naivität, erkenne mit der ich gehandelt habe. Handlungen von denen ich dachte, dass sie richtig wären.
Es war nie mein Ziel gewesen andere zu verletzen, genauso wenig wie mich selbst. Und doch blieb dies nicht aus...

Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, keinem Gott, keinem Menschen oder anderen Lebewesen. Denn meine Gedanken sind Qual genug, meine Zweifel, meine Scham für das was ich tat. Ich brauche keinen Richter, weil ich am Ende mein eigener bin...

Stille umfängt mich, kein Rauschen, kein Flüstern. So gesehen gibt es nichts mehr, nurnoch Ruhe und Gelassenheit, ein Gefühl der Erfüllung in der Leere; Ying und Yang.