Sonntag, 16. Juni 2013

- CI - Kinder dieser Welt


Und dann wird uns der Wunsch alter Zeiten bewusst, die Hoffnung kleiner Herzen, großer Geister. Immer wieder kehren sie zurück, erinnern an die vergangenen Fehler, weisen auf das kommende Ende hin. Doch wir hören nicht, haben verlernt zu verstehen, vergessen zu schnell das Wichtigste. 

Ich kleiner Mensch, so übermütig und gelassen, frei und mit verhängnisvollem Handeln. "Und was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen" - so sang er es, wissend um die Kraft des verbundenen Handeln. 

"Nur wir müssen geduldig sein, dann dauert es nicht mehr lang."

Dienstag, 11. Juni 2013

- C - Wäre das nicht schön?

Wie weit würdest du gehen, um zu finden wonach du suchst? Um das Geheimnis des Lebens zu erkunden und das Glück in deiner Tasche zu wissen? Damit du endlich beruhigt schlafen gehen kannst und nicht ständig der Sonne beim aufgehen zusehen musst, wissend dass der Lauf noch nicht vorbei ist? 

Hier sitze ich, wache über den Horizont und winke den verschwindenden Sternen starrend hinterher. Inzwischen habe ich aufgehört zu zählen, habe vergessen wie die Uhr gelesen wird und lasse die Füße über dem tiefen Abgrund baumeln. Müde lächelnd wird das Orange des Tages zum Schlafstaub des Sandmann's, versucht mich nieder zu ringen und in die harten Federn unliebsamer Einsamkeit zu zwingen. Reste des Widerstandes halten die Fassade zusammen und drücken mit erschöpfender Kraft gegen die Regeln des Kreislaufs. Bin ich doch am Ende zum versagen verdammt, nur um mich erneut zu erheben und den schläfrigen Mächten entgegen zu treten.

Im Lauf der Zeit verändert sich alles. Tage ziehen vorbei, Meinungen verschwinden, Blumen verwelken. Immer wieder greift der Tod um sich, um neues Leben hervor zu bringen und nach der Nacht einen Schein der Hoffnung zu schenken. Einem Schatz hinterher jagend ändert sich mit jeder Schatzkarte meine Route, unaufhörlich verdrehend. Denn strebend wurde ich geboren, gezwungen einem Faden zu folgen. Und immer weiter dreht sich die Spirale, zieht mich herein und hält fest.

Wer werde ich einmal sein? Wo werde ich sitzen und über was lachen? Wie wird meine Vergangenheit aussehen? Fragen stellen kann ich gut, am Besten mir. Zweifelnd, hinterfragend. Weil das Vertrauen verschwunden ist, die Hoffnung wie die Sonne steigt und fällt. Doch was wäre ich, wenn dem nicht so wäre?

Wir laufen für alle die nach uns kommen. Schlussendlich verbinden wir die Vergangenheit mit der Zukunft, sind das Sprungbrett für spätere Schritte. An jedem Weiteren sind wir beteiligt.

Sonntag, 9. Juni 2013

- XCIX - Gefangen

Leise treibt die Musik über Hügel, verschwindet hinter den sonnigen Schneewehen verborgener Gebirgsspitzen und entfliegt in die weite Ferne wolkenloser Unendlichkeit. Und die fehlende Stille wird bemerkbar, während der Körper schwingend in Vibration versetzt wird.

Ununterbrochen treten sie auf, spielen ein Lied nach dem Anderen und unterscheiden sich nur in den kleinsten Teilen. Immer wieder kehrende Sätze überbrücken die unterschiedlichen Töne und geben dem Ganzen einen verwirrenden Tiefpunkt.