Dienstag, 19. Januar 2016

Auf der Suche nach dem Licht meines Lebens, dem Sinn und Verstand eines Herzens, bin ich in der Leere gelandet. Stapfe durch die Schneewehen meiner Vorstellung. Bestaune die Kälte einer Seele, die dumpfe schärfe einer Ignoranz. Und mit immer größer werdender Verzweiflung verhallen die Schreie ungehört, prallen an den Mauern meiner Existenz ab, verschwinden in der Dunkelheit und zehren die aufkeimende Verzweiflung.

Siehe, ich lebe noch. Habe es immer getan, werde es noch immer tun. Und während die alten Narben durch neue ersetzt werden, wird mir dir tiefe der Worte bewusste. Erkenne immer wieder den reißenden Abgrund unter meinen Füßen. Versuche nicht zu fallen, irgendwo zu stolpern. Blicke zurück, um irgendwo meine Schatten zu erkennen. Die Erinnerungen meiner Selbst.

Ich muss voran. Das musste ich immer, egal wie schwer der Weg auch sein mochte. Wie steinig. Steil und glatt.

Montag, 4. Januar 2016

Wieder ist ein Jahr vergangen. Schneller als gedacht, langsamer als vielleicht gewünscht. Denn am Ende bleiben die Sorgen die Gleichen. Die Träume und Hoffnungen. Doch jedes Mal, wenn ich versuche auch nur einen zu erwischen, überhaupt mal in greifbare Nähe zu bekommen, entschwinden sie einfach. Verpuffen, so als wären sie nie da gewesen. Hinterlassen eine Leere, die durch kein Lachen der Welt zu füllen ist. Denn egal wie sehr ich versuche zu streben, den Sternen entgegen springe: am Ende bleibt alles gleich. Kein Beben, das die Welt erschüttert. Kein Hauch, der mit sanftem Druck in eine Richtung lenkt.

Erneut lasse ich los, will einfach nur davon laufen. Wie immer. Versuche einem Drang zu widerstehen, der mir die Tränen in die Augen treibt. Und ich erinnere mich an eine simple Frage, über die das ganze Leben entscheidet: Bin ich glücklich?