Freitag, 16. September 2016

Remember me

Den Wolken gleich, einen Atemzug zögernd, spielt der Tag immer wieder die selbe Leier. Eine Sonne geht auf, ein Licht geht unter. Der Mond erklimmt die Hürde hell leuchtender Herrlichkeit und versagt mit ermattenden Glanz. Geschichte über Geschichte zieht in Watte gehüllt davon - Märchen mit verklingender Nostalgie - während im ständigen Bestreben das Leben davon wallt. Im Glanz des Alten erblüht das Neue, einem Schwan gleich, während die einkehrende Angst vor Veränderung das Bestreben hemmt. Einengt. Tonlos verbleibt, während sich das Lied Akkord für Akkord mit einsamer Melodie wiederholt. Im wachsenden Crescendo die Stille füllt und doch unerhört - gar unerkannt - verklingt. 

Nur begrenzt, Strich für Strich, malt sich die Farbe zurück, füllt Flächen, grundiert großspurig die verbleibenden Ecken eines versinkenden Gemäldes. Worte später, nach Sätzen mit verbindendem Egoismus, offenbart sich die verstrickte Wahrheit einer unentwirrbaren Realität, die zwischen den Momenten versinkt und in fassungsloser Erklärung die Vorstellung übersteigt. Grenzen überschreitet und verbindet, was nicht im Zusammenhang existieren mag. Lebt, wo der Untergang hervor bestimmt und das Versagen geboren wird. Doch in der Farblosigkeit der Welt offenbart sich die Schönheit unentfalteter Vielfalt. Im Klang eines Tones zeigen sich die Facetten unerhörter Akkorde. Im Rausch ungesprochener Sätze erklingt die flügellose Tragweite zählbarer Punkte. Verbindungen entstehen, Brücken werden gebaut. Das Leben, vom Unterschied der Existenz getrieben, strebt nach nie erreichtem Perfektionismus. 

Ein Universum, mit Sternen in greifbarer Nähe. Und immer näher kommt die herzhafte Zuflucht, in der Vergessenes wartet, Verdrängtes fern bleibt und Bekanntes Gastgeber ist. Ein Ort, an dem alte Bäume wandern, hoffende Früchte tragen und in freudiger Echtheit erblühen.

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