Montag, 30. Dezember 2013

- CXV - Auswechselnder Wandel

Dann fehlen sie, die Worte vertrauter Stärke, die Motivationen verklingender Ströme. Und mit immer leiser werdendem Bewusstsein fällt die Stärke in überdauernden Nächten. Trotz überragender Verständlichkeit, unabhängiger Festigkeit.

Vielleicht bin ich die Lawine die mich zerdrückt, alles in ihrer Nähe bedeckt und zum kleinen Leben zwingt. Eine weiße Decke mit unaufhaltsamer Kraft. Die einschläfernde Mutter mit den kalten Fingern und dem wärmenden Herzen.


Übrig bleiben die unwichtigen Vorsätze einer Generation, die hoffnungslosen Wünsche nie alternder Kinder. Um nach erneutem Erwachen die Welt in rosig-grauem Glanz zu erhellen.

Sonntag, 29. Dezember 2013

- CXIV - Say something...

Im ständigen Stillstand gibt es kein Entkommen, keine Flucht nach vorn, kein Weg zurück. Und immer wieder wird die Sicherheit in ihren kleinsten Ecken zusammen getrieben und zur Langatmigkeit gezwungen.

Trotz ewigem greifen nach den Wundern wandert mein Blick nach hinten, verliert sich hinter all den Bergen und verirrt sich im Tiefgang des Meeres. Und im Gedenken an all die vielen Zweifel male ich das Universum neu, versetze die Sterne und vertausche die Karten des Schicksals.

Mit Welten-verdrehenden Tränen sehe ich hinauf zum Mond, beklage die Nacht, erfreue den Tag. Und im Klang des Klavier berauscht mich der ferne Gedanke, zerrt den Anker aus dem Meer und füllt die alten Segel mit starken Winden.
Weit bin ich gekommen, in fremde Länder, zu unerkannten Völkern. Während die Augen sich der Wahrheit entzogen, haben die Ohren sich für stille Worte geöffnet, Welten entstehen sehen, Grenzen fallen gehört. Doch am Ende bin ich immer noch hier, verweile und warte, harre aus und vergesse.

Freitag, 13. Dezember 2013

- CXIII - Egal wie klein ich auch bin, das Dasein bestätigt die Richtigkeit dieser Größe

Dann fehlt dir das Lächeln, das Wissen und die Akzeptanz deiner Entscheidungen. Übrig bleibt die selbst verschuldete Reue in den letzten Momenten. Die verfolgende Angst in der dunkelsten Stunde.

Zwischen den verwischenden Grenzen bildet sich der Wall entrüsteter Aufgeklärtheit, um die dazwischen funkenden Mächte mit aller Härte zu unterbinden und sie in ihre tiefen Löcher zurück zu treiben. Und dann erfolgt die berüchtigte Stille, den Sturm fordernd, provozierend. 

Am Ende hat sich die Welt verändert, nach dem großen Gewitter erklingt der Sonnenstrahl mit neu erwachter Kraft, während die Schatten sich tänzelnd von der immer lauter werdenden Oberfläche verziehen. Und erneut trete ich auf, setze den Fuß vor den Anderen, verlasse bekannte Flächen und erobere die Gipfel unberührter Schönheiten. Folge einer Entscheidung, die der Nächsten den Weg ebnet, eine Bestimmung für unwichtig erklärt und die Richtigkeit des Lebens verstärkt. 



- CXII - Dann tragen die Schatten den Traum vernichtender Erinnerungen.

Immer weiter ziehen sich die Risse auf den Straßen überfüllter Städte, werden zu Hürden und Hindernissen im alltäglichem Leben. Stolpernd gehe ich voran, suche nach Halt und lande wieder auf den Knien, den harten Boden findend. Schmerzlich spüren die Knochen den immer härter werdenden Druck, der durch Nichts zu besänftigen scheint. Und Fehler werden gewahr, kleine und undurchdachte Handlungen. Wie Risse auf den Straßen ziehen sich die Linie durch den Kopf, fressen die Träger schwerwiegender Hoffnung auf und hinterlassen die Überreste ungeklärter Delikte.

Irgendwann sehe ich aus dem Fenster, betrachte die Wolken - die in wunderschönen Mustern über den blauen Riesen wandern. Höre die Möwen, wie sie am Kai entlang rufen und das Meer mit ihren gekrächzten Stimmen erfreuen. Und dann laufe ich meinen Weg, unfähig einen Gedanken zu fassen, diese Schönheit zu begutachten, wie ich es sonst getan habe. Denn die Bedeutung hat an Wert verloren, wurde durch unangepasste Umstände einfach für Nutzlos erklärt. Am Ende bleibt diese unerträgliche Stille bestehen, erfasst den sonst so lauten Kopf, lähmt das ruhig schlagende Herz in der Brust.

Wenn du mit einem Mal den Bach herunter gehst, in einem Wasserfall endest und nicht mehr aufhören möchtest zu fallen, werden die Zweifel am stärksten. Der Wind hört auf zu singen, das Rauschen verstummt in stiller Qual und Sekunden werden zu unerträglichen Tagen. Ungeachtet der Stärke verbiegen sich die Träger des Hauses, fangen an brüchig zu werden und zerbersten mit einem lauten Knall. Bestehen bleiben die undefinierbaren Überreste des unnachgiebigem Chaos.

Montag, 9. Dezember 2013

- CXI - Und dann ist es der Schnee in der Fremde, der all die Möglichkeiten nehmen mag

Am Ende fehlen die Worte, für all die Zusammenhangslosigkeit in der Welt, die ungebundene Ehrfurcht und viel zu leicht versprochenen Gebete. Und immer wieder verschwindet eine Welt im Angesicht der verbleichenden Äonen.

Stimmen umgeben mich, tragen ihre Botschaften in verschlüsselten Sätzen davon, verweilen in unerhörten Räumen  und bleiben bestehen, während erkenntliche Worte im Lauf des Lebens verschwinden.
Manchmal fehlt die Komponente der Musik, die errichtende Größe unvorstellbarer Macht, die erniedrigende Gewaltigkeit unerreichter Berge. Und selbst nach Jahrzehnten der Knechtschaft entwirrt sich das Gewühl als ein unkenntliches Meisterwerk einer verborgenen Hand. Unerreicht, für eine Ewigkeit bestimmt.



Mittwoch, 4. Dezember 2013

- CX - Manchmal ist die kleinste Zuversicht die größte Lüge

Vielleicht ist der Betrug eines Wandels die einfachste Form der Anerkennung. Die schnellste Entscheidung im andauerndem Krieg selbst geführter Schlachten. Um im endgültigem Entscheid die einhaltende Kühle zu besiegen.


Irgendwann stehe ich vor dem hölzernem Kreuz, übergieße es mit dem Wein des Anstands und zelebriere die einst vermissten Worte für den verstummten Autor. Erzähle von der Welt und ihren Wundern, ihren Krankheiten und Auswüchsen zur neuen Zeit. Und vielleicht erhebt der Wind sich noch ein weiteres Mal, um in immer weiter wachsender Größe seine eigene Schrift zu offenbaren.