Mittwoch, 20. Juli 2011

Seifenblasen...?

Ich stehe in einem Feld von Seifenblasen, eine jede glänzt und leuchtet in einer anderen Farbe und Größe. Manche sind wie der Regenbogen, andere wie ein kleiner durchsichter Ball, der beim Durchblicken die Welt anders färbt. Vielfach sind diese vorhanden, umzingeln mich und streifen meine Haut.
Glücklich wie ein Kind greife ich nach einer blauen Blase, bin ungeschickt und lasse sie zerplatzen. Doch warum sollte ich traurig sein? Ein erneuter Versuch wird gestartet, nun ist eine andere Kugel mein Ziel, eine Rote. Erneut zerplatzt diese, bevor sie ruhig in meiner Hand zum stehen kommt, doch dieses mal bin ich noch gröber und mache weitere Kugeln kaputt, ohne diese wirklich als Ziel gehabt zu haben.
Mit jeder weiteren Kugel die Zerstört wird, wandern die Kugeln weiter, rücken nach und lassen mich dauerhaft in dem Feld stehen, dass einfach so unendlich weit zu sein scheint; kein Ende kennt. Voller zuversicht übe ich weiter, versuche die Kugeln zu fangen und fest zu halten, schließlich kommen immer wieder neue Seifenblasen, so als würde irgendwo ein altes Männchen sitzen, das mir diese vor die Füße bläst.


So könnte es wohl aussehen, sehe diese Bilder vor meinem inneren Auge, doch bei ihnen erfüllt mich eine Trauer, die mich ruhig stehen bleiben lässt. Ich lerne aus den Fehlern der Gedanken; sehe, dass der Versuch eine Kugel zu bekommen nur schwer mit Erfolg gekrönt ist. Warum also diese schönen Dinge zerstören, auch wenn irgendwann das Ergebnis da ist? Natürlich, ich denke nicht Selbstsüchtig genug, doch dies macht mich aus. Oder?
Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als zuzusehen, wie die Blasen um mich herum wandern, während Tränen das Gesicht herab laufen, weil ich zu feige bin, zu viel Angst davor habe, eine zu zerstören. Denn eins weiß ich genau... ich zerstöre mich selber damit.

Kommentare:

  1. ...mir fehlen die worte, wunderschöne gedanken.

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  2. unheimlich schöner blog du hast wirklich ein wahnsinniges Talent für's schreiben! ♥
    Liebe Grüße :*
    Nessa.
    iwillbethewomanonthemoon.blogspot.com

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  3. ja, da hast du wohl recht :) nur manchmal zerstören zweifel, auch wenn sie im nachhinein unbegründet waren ganz ganz viel. hmm.

    verfolge dich jetzt übrigens ♥
    freu mich auf deinen nächsten post!

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  4. Wahre, wahre worte. letztendlich kann man doch nur hoffen, hm?

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